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Projekte - Ideen - Menschen

14/2006

Behandlungszentrum
für Folteropfer Ulm

          


das Behandlungszentrum  wurde 1995  auf Initiative von amnesty international und mit hohem Engagement von Ulmer Bürgern aus der Taufe gehoben. Das BFU  ist eine ambulante therapeutische Einrichtung unter der Trägerschaft  des REHA-Verein für soziale Psychiatrie Donau-Alb e.V. mit Sitz in Ulm. In Ludwigsburg besteht eine Nebenstelle. Die Angebote des BFU richten sich an  

  • Personen, die Überlebende von systematischer Gewalt, Folter und ethnischer Vertreibung sind und die in der Folge eine sog. Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD) ausgeprägt haben,
  • Personen mit Migrationshintergrund, welche kulturell bedingte und/oder ge­­schlechts­spezifische Misshandlungen in ihrem Heimatland erlitten haben,
  • Personen (Deutsche wie Ausländer), die durch Unfälle, Überfälle, Naturkatastrophen und technische Katastrophen  akut traumatisiert wurden und psychologischer Unterstützung bedürfen.

Das BFU arbeitet mit psychologischen, psychotherapeutischen, medizinisch/ psychiatrischen Verfahren. Angeboten wird außerdem eine intensive spezialisierte Traumatherapie.
Primäres Interesse gilt der Wiederherstellung der psychischen und physischen Gesundheit dieser Menschen in einem stabilen Umfeld, ihrer Arbeits-, Genuss- und Liebesfähigkeit. Wichtig für die traumatisierten Asylbewerber ist auch der Schutz vor erneuten Gewalterfahrungen im Herkunftsland. Die Befunddokumentation des Erlittenen und die Weitergabe der Befunde an Verwaltungsgerichte und Ausländerbehörden zum Schutz vor eventueller Abschiebung in das Herkunftsland bilden einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit. Die Zusammenarbeit mit den deutschen Behörden, Kliniken, niedergelassenen Ärzten, Psychologen, Rechtsanwälten ist selbstverständliche Praxis.
Seit Grün­dung vor 11 Jahren haben über 1650 Klienten aus über 40 Staaten Hilfe erhalten. Das BFU und seine Mitarbeiter sind für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet worden (u. a. vom Auswärtigen Amt und vom Land Baden-Württemberg).
Durch das Auslaufen der EU-Förderung Ende Mai 2006 und da derzeit unsicher ist, ob der für 2006 erfolgte EU-Förderantrag bewilligt wird, ist die Existenz des BFU gefährdet. Ein neuer Förderungsantrag über die EU ist erst ab 2007 möglich.
Wenn sie das Behandlungszentrum unterstützen möchten, können sie auf folgendes Konto spenden:
Spendenkonto: Konto 63872 Sparkasse Ulm BLZ 630 500 00

Wenn sie das Projekt politisch unterstützen möchten, schreiben Sie an den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger.
Einen Musterbrief finden Sie hier

weitere Infos, Statistiken und Jahresberichte im Internet

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23. Februar 2007

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